Rund jede*r zweite Studierende ist Erstakademiker*in. Das spiegelt nicht Chancengleichheit, sondern ein klares Ungleichgewicht wider – Kinder aus akademischem Elternhaus studieren dreimal häufiger. Welche Hürden im Studium warten und was sich ändern muss, erzählen drei Betroffene. Von Anna-Lena Schmierer, Dune Korth und Laura von Welczeck.
Categorie: Heft28
Vom falschen Versprechen der Freiheit
Das liberalistische Grundrauschen durchzieht alle Bereiche unserer Gesellschaft, auch die Hochschulen. So geraten systematische Chancenungleichheiten aus dem Blick und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein unter die Räder. Ein Essay von Leonard Wunderlich.
Warum und für wen?
Für Nicht-Wissenschaftler*innen ist Forschung oft ein Buch mit sieben Siegeln. Wissenschaftskommunikation will das ändern und versucht zu vermitteln – mit unterschiedlichsten Formaten von Science Slams bis Twitterthreads. Was und wer dennoch unsichtbar bleibt, erzählt Liliann Fischer im Interview.
Chatgespenster
Alle finden Ghosting blöd, machen’s aber selber. Egal ob auf Tinder oder in der Referatsgruppe – Ghosts verflüchtigen sich inzwischen überall. Ein Plädoyer für das Ende der Doppelmoral von Julia Schmit.
Lücken im Archiv
Jeder Ort hat eine Geschichte zu erzählen. Ob daran erinnert wird und was gesellschaftlich sichtbar bleibt, ist immer auch eine Frage von Machtverhältnissen. Eine Spurensuche durch Berlin.
Schattenlos
Eine Kurzgeschichte von Matthis Borda.
Studieren mit Kind: Who Cares?
Rucksack auf dem Rücken, Bücher unterm Arm, Mate in der Hand. Studierende mit Kind heben sich nicht wirklich von der kinderlosen Masse am Campus ab. Dass sie morgens von der Kita in den Hörsaal gehetzt sind, sieht man ihnen schließlich nicht an. Wie der Studienalltag mit Kind(ern) abläuft, erzählte FU-Studentin Maria unserer Autorin Seval Tekdal im Rahmen dieser Reportage.
Ein zahnloser Tiger streift durch den Audimax
Weniger als fünf Prozent der Studierenden haben sich bei der Stupa-Wahl 2023 zur Wahlurne aufgerafft. Das zeigt: Hochschulpolitik ist im Leben der meisten vollkommen irrelevant. Warum sie aus der Unsichtbarkeit hervortreten muss. Ein Kommentar von Dune Korth.
Unsichtbare Mitbewohnis
Zwei Kilogramm unseres Körpergewichts bestehen aus Mikroorganismen, die auf und in uns zuhause sind. Das sind winzige zelluläre Lebewesen mit Zellkern (Eukaryoten) oder ohne (Prokaryoten). Sechs Porträts von Matthis Borda mit Illustrationen von Malin Krahn.
Ohne sie läuft hier nichts
Wer sorgt eigentlich dafür, dass an der FU die Mägen gefüllt sind, die Lampen funktionieren und die Bücher am rechten Platz stehen? Drei Beschäftigte erzählen von ihrem Arbeitsalltag und ob Studierende auch manchmal nerven.